Vorstellung

Erstmal vorweg: sonrix kommt von spanisch sonreir = lächeln und das ist mein alter Spitzname, den mir befreundete Spanier vor 25 Jahren verpasst haben.

Ich beschäftige mich sehr mit dem Thema Autarkie. Wasser - Nahrung - Wohnen (inkl. Heizen) - sowie Energie.

Meines Erachtens leben wir in einer Zeit, in der über diese Gundbedürfnisse des Menschens eine immer weiter zunehmende Abhängigkeit geschaffen. Gerade Wohnen ist unglaublich teuer und wird nach Kräften teuer gehalten.

Ich bin ein Wessi, der lange in Berlin und später in vielen Städten und Kleinstädten in Ostdeutschland gelebt hat. Ich kenne das Wohnen in Einfamilienhäusern, Altbauten auch Ofenheizung, DDR-Plattenbau (oder wie man hier sagt: Blöcke) und suche nach Möglichkeiten mich dem ökonomischen Druck zu entziehen.

Ein Weg, den viele Ostdeutsche gehen, ist der der Laube im Kleingarten. Hier gibt es viele Lauben, die von April bis Oktober bewohnt sind und vereinzelt auch welche, die ganzjährig bewohnt werden. Diese Lauben sind dann auch entprechend kleine Häuser, die bei uns v.a. mit Materialien gebaut wurden, die aus den Volkseigenen Betrieben abgezweigt werden konnten. Da sind heute viele Rentner und ALG II Empfänger, die dann im Winter im Block leben und den Rest des Jahres in der Laube.

Es mag die Lebensqualität massiv verbessern, dem ökonomischen Druck mit den Mietkosten entgeht man so allerdings nicht.

Ich habe mal einen Bauplaner kennengelernt, der nach über 40 gebauten Häusern mit seiner Baufirma insolvent gegangen ist und dann in ALG II gerutscht ist und in vielen Zeit zahlreiche Häuser für ALG II Empfänger entworfen hat. Niedrigenergiehäuser mit 50qm und Garten. Er meinte, dass er so ein Hausuns am Ort für 30.000 Euro bauen könnte (wohlgemerkt ohne Eigenleistung des Bauherren). Allerdings ohne die Grundstückskosten zu berücksichtigen und ohne seinen Aufschlag von ca. 20% als Gewinn.

Ich hatte mich auch mal mit dem Konzept des Earthships beschäftigt. Allerdings halte ich den Beton weder für besonders ästethisch noch das für leicht umsetzbar mit Reifen wegen er Genehmigungen.

Mein Bekannter meinte damals, dass es unzählige zugelassene Baumaterialen auch für Ökohäuser gibt, so dass man sich nicht auf Reifen und Beton einschießen muss.

Insofern würde mir ein Lehmhaus z.B. aus Stampflehm ohne Ständerbau gefallen. Ich habe mal in Brandenburg in Berge den Jugendhof - Vorzeigeprojekt der Jugendhilfe in Brandenburg - besichtigt. Und da hatten sie für die Wohngruppen auf dem Gelände Eingeschossige Lehmhäuser, die alle mit der Langen Seite nach Süden ausgerichtet waren und auf der Südseite viele Fenster hatten. Dazu wurde das ganze Areal zentral mit einer Holzheizung geheizt.

Die Häuser hatten auch ähnlich wie in dem Entwurf des Balkanhauses in der Mitte den Eingang und eine große Wohnküche und nach davon abgehend nach Osten und Westen jeweis Flur, wo die Zimmer der Bewohner jeweils nach Süden abgingen.

Wenn Ihr da mal in der Gegend seid. Man kann sich da anmelden und die Einrichtung anschauen.

Ich stelle mir für mich ein Haus vor, das zental in der Mitte einen Grundofen hat der gleich als Teil der Innenwände mitgeplant wird und so direkt in alle 3-4 Räume hineinstrahlen kann. Am liebsten als massives Stampflehmhaus. Da man sich meistens der Bebauung anpassen muss, wird man wohl ein Satteldach brauchen. Allerdings wäre für mich das Dachgeschoss nur Lagerraum. den man nur von Außen über eine Leiter oder Treppe erreicht. Das ganze mit vielen Fenstern oder ähnlich wie beim Earthhip mit Wintergarten nach Süden und weniger Fenstern nach Norden. Am liebsten mit Solarenergie und eigenem Brunnen.

Ob man sowas für 10.000 Euro plus Grundstückskosten bauen kann, wenn man fast alles in Eigenarbeit macht und das Haus so klein wie nötig hält, kann ich mir nur dann vorstellen, wenn man den Lehm auf dem eigenen Gründstück gewinnt, sich die Maschinen leihen kann und jemanden findet, der einem einen Ofen abnimmt, auch wenn man den selbst gemauert hat. Meine Solaranlage für den Garten hat alleine 1700 Euro gekostet und da ist noch kein Speicher dabei.

Ohne "Organisieren" von Baumaterial kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass man mit 10.000 Euro auskommen kann.

Aber auch für 15.000 Euro oder 20.000 Euro wäre so ein eigenes Haus noch extrem günstig.

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