Elektrik ohne die 4 Dicken?

Wie kann die Stromversorgung eines Low Budget Hauses aussehen, das zudem ökologisch ist und dem Bewohner möglichst keine Nebenkosten verursacht

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Die Energiepolitik wird zur Zeit von zwei widerstrebenden Kräften bestimmt. Zum einen die alte Garde der Energieversorger die schon zur Zeit der Elektrifizierung in der ein oder anderen Gesellschaftsform ihren Markt gesucht haben und dank staatlicher Förderung zu enormer Größe wuchsen. Auf der anderen Seite eine auch in ihren Strukturen dezentralere Gruppe von Menschen die mit eigener dezentraler und ökologischer Energieerzeugung den Schritt von der zentralisierten und monopolisierten Erzeugung zu einer stärker der gestreuten Struktur kleiner Verbraucher adäquaten Versorgung gehen wollen. Da zentrale Strukturen immer auch eine Entdemokratisierung ihres sozialen Einflussbereichs zur Folge haben, ist diese zweite Gruppe eine, die trotz ihres hauptsächlichen Interesses an einer Wandlung harter Infrastrukturen relevant ist für eine gleichere und demokratischere Gesellschaft. Durch diese von ihnen beabsichtigte Energiepolitik werden Verbraucher zunehmend auch zu Erzeugern und so zumindest mittelbar autark. Autark heisst in diesem Falle unabhängig von den großen Flächenmonopolen der Energieerzeugung. Ein Ziel, das dem der großen Eneregieversorger konträr entgegen steht. Diese möchten einen möglichst großen Anteil der Bevölkerung in ihrem Einzugsbereich in Abhängigkeit halten und bewirken dies durch zentrale Erzeugung der Energie und ein von ihnen gesteuertes Verteilungsnetz und in letzter Zeit mal wieder durch ein ziemlich verlogenes Werbegespinst, das einer Hetzjagd auf andere Energieerzeuger ähnlich, die Erneuerbaren als Buhmann für die eigene Gier hinstellt.
Der Unterschied zur ähnlich verlogenen Atomkraftkampagne, die vier Großen kämpfen eine Rückzugsschlacht. Ihre zusammenerpresste Macht wird bald Vergangenheit sein, wenn wir uns durch ihre Realitätsverdrehungen nicht ins Bockshorn jagen lassen. Und das wissen die Hüter der Energiepfründe genau. Und deshalb ist ihnen jedes Mittel recht, auch das ihre eigenen Betrügereien ihren selbstgewählten Feinden zuzuschieben. Wir erleben also in einer gesellschaftlich relevanten Sparte einen Machtkampf. Einen Kampf, der zur Zeit noch hauptsächlich von den Großen Konzernen gegen die abertausende kleineren und kleinsten Stromerzeuger geführt wird. Es wird aber Zeit, dass die Protagonisten der erneuerbaren Energie aus der Deckung kommen und ihr wesentlich besseres und günstigeres Prinzip der Energieerzeugung offensiv voran bringen. Nicht reagieren, sondern agieren als eine selbstbewusste neue Wirtschaft, die sich ökologischen und sozialen Gesetzmäßigkeiten verantwortlich stellt und dazu auch ökonomisch gegen die Atomisten punkten kann. Das ist nämlich ihr Potential.

Kahalla, die Kühle, alter Flußname.
Wie ein Fluss will ich auch Leben.
Vom Ursprung aus die Welt mit meinen Wellen streicheln,
befreunden und nähren, zur Blüte bringen,
gen Ende behäbig mich ins Meer ergießen.

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