10000 € Haus - Finanzierung des Prototyps

Dies ist der aktuelle Newsletter vom 15.06.2016 zum Projekt 10000 € Haus

Sicher sind im Moment keine interessanten technischen Details zu berichten, aber es geht trotzdem weiter. Und zwar mit dem auch von mir nicht sonderlich geliebten Thema Finanzierung.
Hierzu habe ich nach langer Zeit einmal wieder einen Newsletter verfasst, den ich einfach hier poste.
Immerhin bedeutet dieser für mich sehr schwer erreichbare Meilenstein, dass das Projekt wieder einen Schritt näher an die Realität gerückt ist.

Aber hier der Newsletter:

Hallo Freunde und Interessenten des Projekts 10000 € Haus,

es gibt Neues zu berichten. Nachdem Anfang dieses Jahres die positiv beschiedene Bauvoranfrage für den Prototypen des 10000 € Hauses überraschend eintrudelte, habe ich mich seitdem intensiv um die Finanzierung dieses Bauvorhabens gekümmert.
Mit ersten Ergebnissen..
Der als gemeinnützig anerkannte Verein Sozialtal e.V. mit Sitz in Wuppertal ist jetzt Partner des Projekt 10000 € Haus. Über diesen Verein, in dem ich auch aktives Mitglied bin, ist es mir möglich, Spenden zu sammeln und diese dem Projekt zu zu führen.

Zu diesem Zweck habe ich ein Profil des Vereins auf der Plattform betterplace.org eingerichtet, wo für die vom Verein unterstützten Wohnprojekte gespendet werden kann. Es sind zwei Projekte, für die bisher jeweils ein Bedarf angemeldet wurde.

Natürlich freue ich mich über Spenden für beide Projekte. Mit einem dieser Projekte kann im Niedrigpreissektor dringend benötigter Wohnraum renoviert werden, das andere schafft langfristige Perspektiven für Menschen die zwar Ideen und Pläne, aber nicht den nötigen finanziellen Rückhalt haben, diese auch zur Zufriedenheit durchzuführen.

Ich würde euch vor allem bitten, diesen Text an möglichst viele Menschen weiter zu leiten. Dies wird ein Kettenbrief, den ich ausnahmsweise sinnvoll finde. Wenn ihr auch so denkt, dann bitte ich euch um Weiterleitung und Versand auch über andere Wege, etwa Facebook, das mir wegen rechtlicher Differenzen nicht mehr zur Verfügung steht, twitter oder die neueren Plattformen die ich alle nicht mehr kenne. Ja, ich erwarte nach 10 Jahren Arbeit an diesem Projekt ein Wunder.

Es gibt dieses amerikanische Märchen vom "Millionär des Volkes", das von einem Jungen handelt der sich von einer Million Menschen eine Dollar leiht und dann eben Millionär ist. Das ist nicht mein Ziel. Ich möchte die Grundlagen für neue Lebensformen schaffen, die sowohl die Natur als auch unsere Mitmenschen respektieren und auf Kooperation aufgebaut sind. Am besten Grundlagen, die an möglichst vielen Plätzen der Erde von kreativen Menschen übernommen, an die dortige Situation angepasst und ebenfalls verwirklicht werden.

Zudem will ich ein Leben mit der Natur anregen, keines das die Natur wie einen Schatz bewacht, sondern eines das in die umgebende Natur integriert statt findet und damit auch das Verstehen der Natur wieder ermöglicht. Dann wird es auch wieder möglich sein, die Natur in uns selbst zu verstehen. Ein Schritt, der für sehr viel mehr Zufriedenheit sorgen dürfte, als jeder Konsum.

Meine Ideen haben sich zwar in mir geformt, sind aber nicht so einzigartig, da es tausende von Menschen gab, die mir auf diesem Weg geholfen haben. Ich freue mich auf den Tag, an dem ich all diesen Menschen die an mich geglaubt haben, danken und dieses Projekt funktionierend zurück geben kann, so dass der Glaube an eine bessere Welt im Diesseits keine Utopie mehr sein wird.

Hier der Link zum Spendenportal

https://www.betterplace.org/de/projects/44986-hilf-eine-menschenwurdige-...

Noch eine Bitte: Helft mir indem ihr eigene Texte schreibt in denen ihr eure Träume und Erfahrungen schildert.
Je plastischer ein Traum, um so näher rückt die Wirklichkeit des selben.

Kommentare

Bild des Benutzers kahalla

Es ist soweit. Gestern wurde der Verein gegründet, der als Bauträger den Prototyps meines 10000 € Hauses errichtet und die Entwicklung des Hauses in der Praxis weiter führt.

Zugleich schafft er, auch wenn dieser Weg recht steinig ist, die Voraussetzungen für ein erstes Quartier, das wahrscheinlich seinen Platz in bzw. um Wuppertal herum findet.

Um für das Sozialprojekt arbeiten zu können, strebt er den Status der Gemeinnützigkeit an.
Auf die Entscheidung des Elberfelder Finanzamtes warten wir noch.
Ist diese gefallen, wird der Verein eingetragen und nimmt seine konkrete Arbeit auf.

Mit der "Dorfgruppe" des Lernort Wuppertal findet sich auch ein Gruppe Interessierter, die einen Weg suchen, ein solches Quartier (oder Dorf etc.) in Eigenregie zu verwirklichen.
Ein interessanter und vielversprechender Prozess, den ich genau beobachte und nach Kräften unterstütze.

Ich danke hiermit allen, die mich bis hierher unterstützt haben und lade sie ein, auch dabei zu sein, wenn das Pflänzchen anfängt zu blühen. Dass es irgendwann auch Früchte trägt, dessen bin ich mir inzwischen sicher.

Herzliche Grüße aus Wuppertal,

Egon Hauck

Kahalla, die Kühle, alter Flußname.
Wie ein Fluss will ich auch Leben.
Vom Ursprung aus die Welt mit meinen Wellen streicheln,
befreunden und nähren, zur Blüte bringen,
gen Ende behäbig mich ins Meer ergießen.

Bild des Benutzers kahalla

Zunächst die Neuigkeit. Der Verein ist nun registriert und wartet auf die endgültige Anerkennung der Gemeinnützigkeit, die dank der guten Zusammenarbeit mit dem Finanzamt im letzten Jahr eine Formsache werden sollte.
Finanziell versuche ich gerade eine Zusammenarbeit mit einer Stiftung in NRW zu Stande zu bringen und mit Hilfe dieser Stiftung den Prototypen und darauf vielleicht auch ein erstes Quartier zu finanzieren.
Da ich mich zur Zeit mit angekratzter Gesundheit stark um mich selbst kümmern muss,
laufen die oben genannten Prozesse sehr schleppend. Auch diverse Altlasten fordern meine Aufmerksamkeit.
Ich hoffe aber, dass es mir demnächst wieder besser und damit auch mit dem Verein aufwärts geht.

Kahalla, die Kühle, alter Flußname.
Wie ein Fluss will ich auch Leben.
Vom Ursprung aus die Welt mit meinen Wellen streicheln,
befreunden und nähren, zur Blüte bringen,
gen Ende behäbig mich ins Meer ergießen.

Bild des Benutzers web304

Wir sind erneut auf der Suche nach einem Platz, wo der Verein den Prototyp bauen kann. Der Platz für den die Baugenehmigung erteilt wurde, erwies sich als zu sehr mit Widerständen seitens der dortigen Anwohner behaftet, als dass dieses Haus dort erfolgreich integriert werden könnte.
Allerdings suchen wir auch einen Ort, an dem mehrere solcher Häuser gebaut werden können und damit ein erstes Quartier entsteht. Ziel dieser Quartiere wird es sein, die Fähigkeiten und Eigenschaften zu üben, die ein kooperatives Zusammenleben wieder ermöglichen. In Zeiten wie den heutigen, wo jeder für sich zu kämpfen gelernt hat, eine notwendige und anspruchsvolle Aufgabe. Der Weg zu einer kooperativen Gesellschaft ist zwar lang, aber durch sitzen bleiben wird er nicht kürzer. Dass wir eine solche Gesellschaft schaffen müssen, bevor unsere derzeitige sämtliche Lebensgrundlagen vernichtet hat, sollte wohl außer Frage stehen. Das Projekt 10000 € Haus, ursprünglich angetreten um in Deutschland flächendeckend bezahlbares und nachhaltiges Wohnen zu ermöglichen, möchte mit den Quartieren, die überall entstehen sollen, den Beginn einer Lebensweise erleichtern, die wirklich kooperativ die eigenen Ressourcen nachhaltig nutzt, anstatt sie der Natur und anderen Menschen zu stehlen. Hierzu ist ein Umdenken auch im Naturschutz notwendig, wo heute Natur vor den Menschen geschützt wird, so lange bis ein Mensch genug zahlt, um diese Natur zerstören zu dürfen. Dabei wird Natur als wertvolle Ressource behandelt.
Mein Streben ist, die Menschen wieder so eng mit der Natur leben zu lassen, dass sie diese wieder verstehen und achten lernen. Dazu gehört, dass menschliche Gemeinschaften selbst nachhaltig zusammengesetzt und alle Altersgruppen darin hinreichend vertreten sind. Dazu gehört auch, dass Menschen aus der Natur leben und wieder etwas an die Natur zurück geben. Mir schwebt dabei ein Permakulturgarten um jedes Haus herum vor, der die Versorgung der Bewohner mit Gartenprodukten zum größten Teil übernimmt. Dass diese Gärten fließend in einander übergehen, sollte in einer kooperativen Gemeinschaft eine Selbstverständlichkeit sein. Auch möglichst (nahezu) geschlossene Kreisläufe sollen nicht mehr zwischen Abfall und Rohstoff unterscheiden müssen, sondern die eigenen Überbleibsel innerhalb möglichst kleiner Kreisläufe halten. Nur so ist Nachhaltigkeit auf Dauer möglich.
Dass es hierbei Austausch mit Kreisläufen anderer Quartiere gibt, ist in kleinerem Rahmen erwünscht. Nur so frischen sich die Kreisläufe gegenseitig auf. Das bezieht sich sowohl auf "wirtschaftliche" Kreisläufe, als auch auf den Zu- und Abgang von Gemeinschaftsmitgliedern, der temporär oder dauerhaft, optimalerweise in geringem Maße statt findet. Ich sehe diese Quartiere als Kristallisationspunkte für die angestrebte kooperative Gesellschaft und stelle in den Raum, dass die vorgeschlagenen Änderungen so viel Erfolg zeitigen werden, dass jedes dieser Quartiere die grundlegenden Ideen weiter entwickelt und schon nach wenigen Jahren ein großes Angebot an nachhaltigen Lebensstrategien die derzeit breit gestreute Szene an Ökodörfern und Gemeinschaften mit neuen nachhaltigen und sozialen Entwicklungen bereichern wird.

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