Briefwechsel

Hier werden Briefwechsel rund ums 10000 € Haus veröffentlicht. Diese beinhalten die Meinungen ihrer jeweiligen Autoren und werden fortlaufend eingestellt, so dass eine thematische Entwicklung erkennbar wird.
Sie finden hier von mir initiierte und verschickte Anfragen genauso wie kritische Leserpost. Es wird ein breites Meinungsspektrum nicht immer sachlich vertreten. Kommentatoren sollten in der Lage sein, unsachliche Benmerkungen, Beleidigungen und ähnliches zu unterlassen, auch wenn die dargestellte Meinung in ihren Augen keinen Sinn macht. Ich hoffe auf vergnügliche und erhellende Briefwechsel, genauso wie auf intelligente und weiterführende Diskussionen.
Ich werde solche briefe nicht automatisch einstellen, sondern entweder auf Bitten des urhebers, oder wennich ein essentielles Interesse für das Projekt erkenne. Auch dann frage ich die Urheber um ihr Einverständnis, soweit es sich um privat geäußerte Inhalte handelt.

Kommentare

Bild des Benutzers kahalla

Mein Anschreiben vom 22.06.2012:
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Sehr geehrter Professor Schneidewind,

Anlass meines Schreibens sind ihre Aussagen in der Sendung nano vom 21. Juni 2012.
Hier fordern Sie eine Umkehr zur Suffizienz als Lebensstil.
Diesen Ansatz kann ich nur begrüßen.
Als Entwickler des Projekts 10000 € Haus interessiert mich natürlich wie mein Projekt,
das aus sozialen und ökologischen Erwägungen ins Leben gerufen wurde, zu ihren Vorstellungen passt. Ich habe es vor kurzem geschafft, die Grundzüge meines Projekts auf einer Webseite zu veröffentlichen und könnte mir eine Prüfung meines Projekts nach ihren Maßstäben von Suffizienz förderlich für eine Klärung desselben vorstellen.
Ich denke nämlich, dass es zumindest im Ansatz diesen Punkt trifft, obwohl es für Geringverdiener und not leidende Kommunen gedacht ist.
Ich hege die Theorie, dass eine Kommune um zu prosperieren nicht sehr reich sein muss, aber sie muss eigene, sozusagen interne Wirtschaftskreisläufe haben.
Wenn eine relativ geringe Geldsumme innerhalb einer Kleinstadt mit vielen eigenen Kleinbetrieben immer wieder umgewälzt wird, so dass sie den Notwendigkeiten aller Bürger dient, dann ist diese Kommune stark und sozial, kreativ und kultivieert.
Eine Kommune, aus der durch z.B. Energiekosten, hohe Steuern, Filialen großer Handelskonzerne ständig Geld abgeschöpft wird, das eigentlich noch mehrfach innerhalb der Stadt kreisen sollte, ist auf dem absteigenden Ast. Mein Projekt ist aufgrund dieser Annahmen entwickelt worden und verbindet ökologische und soziale Aspekte. Ich möchte Sie bitten, mir eine lesbare Quelle ihrer im Nano-Interview angedeuteten Gedanken und Schlüsse zur Verfügung zu stellen, oder mein Projekt als "Testobjekt" für ein Seminar zum Thema analysieren zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen,

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Antwort vom 02. 07.2012

Sehr geehrter Herr Hauck,

vielen Dank für Ihre Email. Entschuldigen Sie bitte unsere verspätete Antwort, die durch die beginnende Urlaubssituation und eine Instituts weite Veranstaltung erst heute erfolgen kann.
Gern stellen wir Ihnen eine zum Themenfeld passende Publikation von Prof. Schneidewind zur Verfügung, die wir als Anlage beifügen. Es handelt sich um einen Artikel in "Die Zeit" vom 05. Januar 2012.

Für Ihr Projekt wünschen wir Ihnen weiterhin positive Inputs und viel Erfolg.

Mit den besten Grüßen

D. L.
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH
Doeppersberg 19 Postfach 10 04 80
42103 Wuppertal 42004 Wuppertal
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Meine Replik vom 03.07.2012

Sehr geehrte Frau L,

vielen Dank für die guten Wünsche zum Fortkommen meines Projekts.

allerdings führt Ihre Antwort auf meiner Seite nicht zu einem positiven Input.
Ein eher oberflächlicher Beitrag in der Zeit, der die eigentliche Problematik,
die uns alle betrifft nicht einmal ankratzt, sondern nur wenige Allgemeinplätze einer
ökologischen und sozialen Weltsicht plakatiert, ist eher ein Beruhigungströpfchen.

Ich komme mir ehrlich gesagt vor, als wäre ich gerade als lästiger Blödel abgespeist worden.
Haben sie meine Mail denn gelesen? Dann sollten Sie erfasst haben, dass ich kein Autogrammjäger bin,
sondern seit Jahren ein Projekt verfolge, das genau die Änderungen zu verwirklichen sucht,
die Herr Schneidewind anmahnt. Klar kann ich und muss man über indische Vegetarier reden,
wenn man die Blockade und systematische Behinderung hiesiger sozialer und technischer Projekte
für Nachhaltigkeit nicht thematisieren will.

Ich weiß nicht wie die Fahrradwege in Wuppertal aussehen, in Köln, wo ich wohne, ist Radfahren nach wie vor lebensgefährlich.
Da mein Projekt gerade für die Stadt Wuppertal, den Sitz ihres Instituts, förderlich wäre,
hätte ich mir von ihrer Seite tatsächlich ein kurzes Aufmerken und eine Art Rezeption erwartet.

Da Sie offenbar in ihren Verwaltungspflichten aufgehen, wäre es nur natürlich, eine solche Anfrage an jemand zu geben,
der sowohl die Zeit als auch den gesellschaftswissenschaftlichen Fokus hat, diese zu beurteilen.
Da es anscheinend kein Konzept dieser Lehre zu geben scheint und ich mit einem halbjahralten seichten ZEIT Artikel vorlieb nehmen soll,
der an Aussagekraft weit hinter der in meiner Mail genannten nano Sendung zurück bleibt,
werde ich den Verdacht nicht los, dass ihr Institut eher Themen besetzen als wirkliche Arbeit leisten will.
Die zweite Vermutung ist die, dass zwischen den Zeilen ihrer Antwort in bildzeitungsgroßen Lettern
das Wort "Spinner" erscheint.

So abgestempelt in der irrigen Annahme, ich bräuchte ihre Anerkennung oder so etwas ähnliches,
fällt es mir sehr schwer an ihre Ernsthaftigkeit zu glauben.
Ich benötige eine gewisse Sach- und Fachkenntnis, die ich selbst in nicht ausreichendem Maß
besitze und meine Anfrage bezog sich hierauf.

Da ich in ihrer Antwort kein auf diese Anfrage bezogenes Wort finden kann,
schließe ich daraus mit Bedauern, dass das Wuppertal Institut lieber mit sich selbst kooperiert,
bevor es die in großer Zahl in Deutschland vorhandenen Projekte im ökologischen und sozialen Bereich
zur Kenntnis nimmt. Ein ehrlicher Versuch, hier und jetzt etwas Sinnvolles zu einer
positiveren Entwicklung bei zu tragen ist aus ihrer Antwort nicht zu erkennen.

Mit freundlichen Grüßen,

Kahalla, die Kühle, alter Flußname.
Wie ein Fluss will ich auch Leben.
Vom Ursprung aus die Welt mit meinen Wellen streicheln,
befreunden und nähren, zur Blüte bringen,
gen Ende behäbig mich ins Meer ergießen.

Bild des Benutzers kahalla

Herr X ist mir namentlich bekannt, möchte aber hier nicht namentlich genannt werden.
Der jetzt antwortende ist Egon W. Kreutzer, der das Projekt 10000 € Haus in seinem Paukenschlag Nr 24 vom 21. Juni vorstellte. Die Argumente von Hrn. X stelle ich hiermit zur konstruktiven Diskussion.

Den Paukenschlag gibt es hier: http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2012/24.html
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Sehr geehrter Herr X,

ich danke Ihnen vielmals für Ihre Gedanken.
Sie ähneln sehr den meinen, die mir durch den Kopf gingen, als ich versuchte, die Idee zu hinterfragen und zu verstehen.

Gewiss - 10.000 Euro Haus - das ist ein Titel, der zum Widerspruch geradezu herausfordert,
und den haben Sie nun abgeliefert. Ihr profundes Fachwissen war Ihnen dabei überaus nützlich,
und das ist gut so.

Nun habe ich im Laufe meines langen Berufslebens für einige Jahre ganz intensiv in innovativen Teams gearbeitet, deren Aufgabe - als Consultants - meist darin bestand, das Unmögliche möglich zu machen.

Wir bedienten uns dabei nicht selten so genannter "Kreativitäts- und Problemlösungstechniken", wobei eine Grundannahme sich immer wieder bestätigte: Zuerst muss das vorhande Wissen, die vorhandene Einschätzung einer Situation auf den Tisch - man muss sich quasi durch Aussprechen seines eigenen Vorwissens davon befreien, dem Zwang, zu sagen und beizutragen, was man weiß, nachgeben.

Erst dann ist man fähig, gänzlich neue Ideen zu entwickeln, die sich oft meilenweit von dem entfernen, was der eigene Erfahrungshorizont bis dahin für machbar hielt.

Sie sind diesen ersten Schritt gegangen.
Haben Ihr Wissen und Ihre Einwände vorgetragen. Die sind angekommen und dokumentiert.

Nun bitte ich Sie: Gehen Sie doch bitte auch den zweiten Schritt.

Unterstellen Sie, die Prämissen, die Herr Hauck vorgibt, seien realistisch:

Es ist erschlossener Baugrund vorhanden, der in kommunalem Besitz befindlich und unverkäuflich ist. Warum diesen nicht nutzen?

Es braucht keinen Keller, lediglich Streifenfundamente ...

Was entstehen soll, ist so eine Art LowBudgetFertighaus mit größtmöglicher Energieautonomie.

Was ist da, unter Beachtung der Regeln der Baukunst möglich, an minimalistischen Lösungen?
Was ist da, wirklich an individuellem Planungsaufwand erforderlich, und was lässt sich standardisieren?
Was muss sein, worauf kann verzichtet werden.
Was geben die Vorschriften her, an Ausnahmeregelungen, die genutzt werden könnten?

Und wenn Sie das 10.000 Euro Haus für vollkommen illusorisch halten und deshalb damit gar nicht anfangen wollen:
Versuchen Sie es doch einfach mit dem 50.000 Euro Haus. Ist das nicht eine Herausforderung?

Ich würde mich sehr freuen,
wieder von Ihnen zu hören.

Mit besten Grüßen
Egon W. Kreutzer

----- Original Message -----
From:XXXXX
To: Egon W. Kreutzer
Sent: Thursday, June 21, 2012 2:31 PM
Subject: Re: PaD 24 /2012 Das 10.000 Euro Haus

Sehr geehrter Herr Kreuzer,

da ich mich ungern wegen einem Eintrag auf einer Homepage anmelde, sende ich meine Gedanken zum 10.000€ Haus direkt an Sie. Leiten Sie sie bitte weiter oder werten Sie diese selbst aus - wie es Ihnen lieber ist.

Ich bin Bauingenieur und habe daher etwas Praxisbezug, als ich den Titel der Mail sah war ich daher schon gespannt auf den Inhalt. Beim ersten Überfliegen des Textes habe ich dann aber immer wieder geschaut, ob im Titel vielleicht ein Fehler ist und der Punkt in 100.000 so verrutscht ist, dass man zunächst 10.000€ liest - dem war nicht so.

Ich halte 50m² für 10.000€ für schlicht unmöglich. Das hat mehrere Gründe, die ich gern kurz anschneiden möchte.

Ein Haus, oder besser die Kosten eines Hauses setzen sich aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Neben den Kosten für Roh- und Ausbau, wären hier z.B. auch die Grundstücks- und Erschließungskosten, aber auch Planungskosten zu nennen. Selbst wenn man von 4 "Parzellen" für ein Haus ausgeht und somit 40.000€ für ein Haus mit 4 Parzellen zur Verfügung stünden, wäre dieser Betrag kaum ausreichend um ein passendes Grundstück zu erwerben. Um den angeforderten Profil gerecht zu werden, müssten für 4 Einheiten mindestens 200m² Grundstücksfläche zur Verfügung stehen - das würde bei 40.000€ einem Quadratmeterpreis von 200€ entsprechen. Üblich sind aber Quadratmeterpreise die dem 10- bis 50-fachen entsprechen. Dann sind aber noch keine Erschließungskosten berücksichtigt und ebenso keine Gebühren für den Notar. Geht man nun davon aus, dass die Stadt die Gebühren übernimmt, dann ist man problemlos bei einer Summe von 500.000€ verteilt auf die Maximalzahl von 8 Personen sind das 62.500€ p.P. - davon ließe sich 125 Monate oder gut 10 Jahre lang Wohnungsgeld bezahlen. Selbst bei optimistischer Einschätzung wäre dies der Bereich in dem die erste Sanierung der Häuser fällig wäre. Gehen wir aber davon aus, dass bei genauer Kalkulation tatsächlich herauskommen würde, dass es egal ist, ob Wohngeld (monatlich über 10 Jahre) oder Grunderwerb (auf einmal am Anfang!) bezahlt wird und der Steuerzahler diese Kosten übernimmt.

Dann bliebe - neben den Außenanlagen, die ich als Eigenleistung auch außen vor lasse - die Kosten für Roh- und Ausbau. Hier soll mit natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen ein Passivhaus entstehen. Das ist von der Grundidee her löblich, das Problem ist, dass der Passivhausstandard genauste Anpassung an den Standort bedarf. Die Gebäudeform und -ausrichtung, Ausrichtung und Anzahl der Fenster, etc. kann für die Ansprüche des Passivhauses nicht "von der Stange" kommen. Hier wären also selbst bei höchst möglicher Standardisierung Planungskosten zu berücksichtigen. Gehen wir aber davon aus, dass auch diese von der Stadt übernommen werden (was die Bilanz im Vergleich zum Wohngeld weiter verschlechtert). Dazu kommt, dass es in Deutschland und auch den meisten anderen Ländern mehr oder weniger strenge Vorschriften gibt - diese machen es nötig, dass ein Fachmann den Bau plant. Sowohl das Fundament muss - auf den Standort angepasst, also nicht standardisiert - geplant, als auch das Haus selbst ausreichend sicher geplant werden.

Die eigentlichen Baukosten für Roh- und Ausbau setzen sich aus Lohn- und Materialkosten zusammen. Während beim Rohbau sicherlich der Großteil der Lohnkosten bei Eigenleistung eingespart werden kann, sieht es hier beim Ausbau schon wieder ganz anders aus. Elektroarbeiten dürfen zu Recht nur von Fachleuten ausgeführt werden. Das Verlegen von Wasser- und Heizungsrohren muss von Fachleuten übernommen werden, um dem Passivhausstandard zu entsprechen - das bekommt ein Laie nicht ausreichend genau gefertigt, etc. pp. Unterm Strich sind also auf jeden Fall Lohnkosten zu berücksichtigen, um die man nicht herum kommt. Diese sind der Sicherheit geschuldet und zwingend notwendig. Da kann es auch keine Diskussion geben, allein schon weil sonst am Ende die entscheidende Behörde "der Dumme" ist.

Selbst wenn nur die nötigsten Arbeiten bezahlt werden, sind 10.000€ schon für den Lohn sehr knapp kalkuliert. Dazu kommt das Material: Keller ist sowieso zu teuer, also normales Fundament - Streifenfundament mit 40m Länge (10m auf 10m Grundfläche), mind. 0,8m Tiefe und 0,5m breite bedeutet 16m³ Beton - das sind Kosten die schon mehr als 1.000€ betragen - ohne Schalung, ohne Miete für den Kleinbagger, ohne Bewehrung. Dazu kommt die Bodenplatte und für den Passivhausstandard Dämmung unter der Bodenplatte - 100m² in 20cm Stärke sind 20m³ Beton... Das Budget ist aufgebraucht, bevor überhaupt das Fundament fertig ist. Selbst wenn man hier ebenfalls nur 10.000€ ansetzt und mit dem 4 Einheitenhaus kalkuliert blieben nach Lohn und Fundament nun noch 20.000€ für den Roh- und Ausbau von 4 Einheiten a 50m² in Passivhausstandard. Das Haus hätte eine Außenfläche von ca 200m² - pro qm kann man mit 50€ bis 100€ für die Dämmung rechnen - das wären schon 10.000 bis 20.000€. Wohlgemerkt ist das dann aber eine Standardlösung, die nicht dem Passivhausstandard gerecht wird - dort ist die doppelte bis dreifache Dämmstärke erforderlich; natürlich mit doppelten bis dreifachen Kosten. Dann sind aber noch keine Fenster (3-fach verglast, also teuer) und Türen (luftdicht, sehr teuer) vorhanden, kein Treppenhaus, keine Zwischendecke, kein Dach mit Eindeckung, keine Heizungsanlage, kein Badezimmer, usw...

Langer Rede kurzer Sinn: Selbst wenn es eine Möglichkeit gäbe, ein solches Projekt (10.000€ für 50m² "Eigenheim") zu verwirklichen, dann wäre dies in einer abgelegenen Ecke mit einem vorhandenen Altbau der notdürftig saniert wird, aber sicher nie Passivstandard entspricht. Dort will aber wiederum niemand wohnen, was den Wert dieser Immobilie wiederum drückt.
Wenn das funktionieren soll, dann müsste - unter den vorgegebenen Standards - der Titel "Das 250.000 Euro Haus" heißen. Dann könnte man über Passivhaus und Wertanlage sprechen - dann würde sich das aber nicht mehr mit Wohngeld realisieren lassen...

Mit freundlichen Grüßen
XXXXX

Am 21.06.2012 13:23, schrieb Egon W. Kreutzer:
Der vierundzwanzigste,

Das 10.000 Euro Haus
Es wird zu viel kritisiert und zuwenig konstruktiv gedacht.
Eine Erkenntnis, die mir auch immer wieder vorgetragen wird.
Umso mehr freue ich mich, heute wieder einmal eine erstaunliche
Idee vorstellen zu können, die sich in der letzten Woche noch in den
Kommentaren zum PaD 23 versteckte.
Das 10.000 Euro Haus, die Idee von Egon Hauck, eine Vision zur
Entlastung der kommunalen Haushalte und zur Verbesserung der
Lebensqualität und des Selbstbildes jener, die in unserer Gesellschaft auf Wohngeldzahlungen angewiesen sind.

Egon Hauck braucht Unterstützung.
Ein einzelner kann ein solches Projekt nicht stemmen. Dabei geht es
weniger um Geld als um Fachwissen, Kontakte, Mit- und Zuarbeit.
Lesen Sie, wie er sich alles vorstellt, und wenn Sie dazu beitragen können,
aus der Idee, aus der Vision Realität zu machen, dann kontaktieren Sie ihn über
seine Website http://10000-Euro-Haus.de

Hier die Grundzüge der Idee: http://10000-euro-haus.de

treten Sie mit ihm in Kontakt,
unterstützen Sie ihn mit Ihrem Fachwissen, Ihrem Knowhow.

Treten Sie an die Verantwortlichen Ihrer Kommune heran,
mit dieser Idee, versuchen Sie, möglichst viele Menschen davon zu begeistern,
dann kann etwas daraus werden.

Ich freue mich, diesen Gedanken über diesen Paukenschlag
in die Breite tragen zu können.

Mit den besten Wünschen für das baldige Richtfest des ersten gelungenen
10.000 Euro Hauses.

Egon W. Kreutzer

Kahalla, die Kühle, alter Flußname.
Wie ein Fluss will ich auch Leben.
Vom Ursprung aus die Welt mit meinen Wellen streicheln,
befreunden und nähren, zur Blüte bringen,
gen Ende behäbig mich ins Meer ergießen.

Bild des Benutzers powercaptor

man hat scheinbar noch nix von Strohballen, Lehmbau, Blähton oder Altruismus gehört...

es ist für die meisten seeehr schwer umzudenken, sie haben noch immer zu viel Geld...

Bild des Benutzers Frittenferrari

Hallo,
250.000€ für 50 qm? Das sind 5.000€/qm! Danach leckt sich jeder Bauunternehmer die Hände! Das einzige was an Muskelhypothek benötigt würde wäre es, vom Liegestuhl aus die Peitsche zu schwingen!

Nochmal: Für ein Haus mit 120cm dicken Strohballen braucht man keine weitere Dämmung der Wände! Das Grundstück hat Herr Kreutzer schon angesprochen! Warum ein Streifenfundament mit zusätzlicher Dämmung nach unten? Das folgende Video zeigt den Bau eines Strohballenhauses in Trier, bitte anschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=rdyoRKe7q4Y

es handelt sich dabei um ein 90 qm Haus bei dem der Rohbau keine 2000€ gekostet haben soll. Inclusive Fundament!

Warum neue Fenster kaufen? Es gibt bei Ebay jede Menge gebrauchte Fenster mit 3-fach Verglasung zum Schnäppchenpreis!

Ich glaube es gibt leider zu viele Menschen, die nicht über den Tellerrand schauen können! Ein Haus muß Isolierung bekommen, selbst wenn die Wände schon als Isolierung dienen! Die Fenster müssen vom Fensterbauer nebenan kommen! usw usf.

Viele Grüße
Manfred Schlüter

Bild des Benutzers MariaGabriela

Es gibt soooooooooooo viele Möglichkeiten, man muss nur die Augen öffnen und interessiert schauen.
Hier ein Video aus der Serie von Geoff Lawton, der sich intensiv mit Permakultur beschäftigt und immer ein paar gute Ideen aufzeigt.

http://www.geofflawton.com/fe/75375-500-house

Für alle, die kein englisch sprechen, ab Sekunde 45 gehts los und die Bilder zeigen was dort mit kleinem Geld, vielen örtlichen Ressourcen und der Hilfe von Freunden gebaut wurde.

Bild des Benutzers MariaGabriela

http://tiny-houses.de/wohnen-im-seecontainer/

und http://www.gratis-energie.com/architektur/schiff-container/index.html

auf youtube präsentiert eine Fülle an Anregungen

https://www.youtube.com/watch?v=0OhZlYEbVdU

und hier ein Beispiel aus Nigeria
http://www.wiwo.de/videos/news/wohnen-im-schiffscontainer/11605712.html

Das Gute an all dem ist doch auch, dass es so viele arbeitslose und handwerklich geschickte Menschen gibt die sicher mithelfen.
Heute, damit ein anderer schnell einziehen kann und morgen ziehen sie vielleicht selbst ins EIGENE Heim. DAS ist gelebte Gemeinschaft.

Bild des Benutzers web304

..ist es was ich hier lese.
Sicher müssen Nigerianer nicht mit deutschen Baubehörden rechnen und sie können es sich auch nicht leisten, mit erheblichem Aufwand an Phantasie die Unmöglichkeit einer Idee zu beweisen. Vielmehr sehen sie sich die Idee an und überlegen, ob sie die noch verbessern können. Allerdings gibt es auch hierzulande Menschen die diese Denkweise beherrschen und ich kann mir inzwischen Hoffnung machen, dass das Projekt vorurteilslos geprüft und, nach möglicherweise nötigen Anpassungen, Städten zur Verbesserung ihrer Situation nahegelegt wird. Was das Haus selbst betrifft, so musste vor kurzem verkündet werden, dass ein weiterer Bauantrag gescheitert sei. Dies erwies sich inzwischen als Fehlinformation. Und so besteht Hoffnung, dass dieses Haus doch noch gebaut wird.
Daumen drücken ist angesagt.

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